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Mein Leben drehte sich schon immer um meine Leidenschaft für Hunde und lange hatte ich den Traum, meinen ersten eigenen Hund zu bekommen, ihn zu erziehen und auszubilden. Im Jahr 2008 lernte ich dann durch meine Freundin Kathy den Aussie kennen. Mir war schon immer klar, dass ich einen aktiven, verspielten, arbeits- und lernfreudigen Hund haben möchte, der mir ein Freund und Weggefährte in allen Lebenslagen ist.

Nachdem ich dann die Züchterin von Flake und ihre Hunde kennenlernen durfte stand für mich schnell fest, dass ein Aussie mein Hund ist! Durch viele wertvolle Zeit mit dieser tollen Rasse, nachdem ich Bücher, das Internet und Foren durchforstet hatte war ich mir noch sicherer, dass irgendwann einmal einer bei mir einziehen wird.

Neben den Wesens- und Charaktereigenschaften haben es mir auch die vielfältigen Farben des Aussies angetan, wobei ich ziemlich schnell "black- tri- süchtig" war ;).

Durch meinen Beruf stand für mich schon lange fest, dass ich mit meinem zukünftigen Hund in die Therapieschiene gehen möchte, wenn er dazu geeignet ist. Auch aus diesem Aspekt heraus fand ich durch den Aussie einen passenden Hund.

Im Januar 2010 kam dann der zweite Wurf auf die Welt. Ich half Angelika bei der Welpenaufzucht, jedoch ohne bewusst zu schauen, ob dort der passende Hund für mich dabei ist. Natürlich hatte ich immer wieder den Gedanken daran im Kopf, vor allem wenn man die Entwicklung der Kleinen sieht, aber ich ließ es auf mich zukommen. In dieser Zeit lebte auch noch unsere 18 jährige Mischlingsdame Julchen und ich hielt 3 Hunde eindeutig für zu viel. Da Julchen jedoch krank und wie gesagt schon sehr alt war kamen immer wieder die Gedanken eines Abschiedes in den Kopf. Ich habe mich schon länger damit befasst, dass ich sie irgendwann so schwer es mir auch fällt gehen lassen muss. Dadurch reifte in meinem Kopf auch weiterhin der Gedanke an einen Welpen, denn ich wollte nicht, dass Freddy irgendwann allein sein muss. Ich hab Julchen vor über 10 Jahren leiden sehen, als ihr damaliger Freund Cäsar über die RBB gehen musste und seitdem weiß ich wie sehr auch Hunde leiden und trauern können. Dies wollte ich Freddy nicht antun, denn Julchen taute erst wieder auf, als wir ihn zu uns holten.

Als Angelika Hilfe benötigte um mit den Welpen in die Tierklinik zur Augenuntersuchung zu gehen kam ich mit. Und im Wartezimmer zwischen all den Welpen sprach ich ihr gegenüber zum ersten Mal meinen Gedanken an einen Welpen aus. Ich wusste auch schon, wer von den 9 mein Herz am meisten berührt hatte- LEA. Sie war die kleinste aus dem Wurf und ja sie hatte dadurch bei mir auch den Mutterinstinkt geweckt ;). Sie war für mich die schönste black- tri Hündin aus dem ganzen Wurf, auch ihr Wesen beeindruckte mich schon von Anfang an. Sie fühlte sich auch schon immer Wohl in meiner Gegenwart, schlich sich im Wartezimmer der Tierklinik auf meinen Schoß und schlief dort tief und fest.

Am folgenden Tag bekam ich einen Anruf von Angelika, es hatten sich zwei Personen gemeldet, die beide Interesse an Lea hätten und da ich es ihr erzählt hatte wollte sie mir, wenn ich mir sicher war den Vortritt lassen. Nun hieß es, dass ich mich schnell entscheiden musste. Doch natürlich musste ich auch Julchen und Freddy mit einbeziehen, von meiner Mutter bekam ich schnell das Ok und auch ihre Hilfe angeboten. Also vereinbarte ich mit Angelika, dass wir es auf neutralem Grund zuerst probieren werden wie Freddy auf Lea reagiert und sie danach mit zu mir Nachhause nehmen um zu sehen was Julchen dazu sagt, denn Julchen konnte zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr mit auf einen Spaziergang, da sie dazu zu schwach war.

Ich zitterte diesem Tag entgegen und dann endlich war es soweit. Alle Sorgen und Ängste die ich hatte verflüchtigen sich sofort. Freddy reagierte sehr positiv auf Lea. Auch als wir in "seinem Revier" ankamen akzeptierte er sie sofort dort. Julchen schnupperte lediglich an ihr und zeigte mir, dass es für sie Ok ist. Und dann stand es fest, Lea wird mein Hund!

Anfang März verbrachte Lea dann auch einen Tag und eine Nacht bei mir, damit sie sich schon an mich und ihre neue Umgebung gewöhnen kann. Alles lief bestens, Freddy war Feuer und Flamme, sie hatte ihn sofort um "die Pfote" gewickelt ;). Auch Julchen reagierte gelassen auf Lea. Der Einzug war erst eine Woche später angedacht, da ich dort frei hatte, jedoch blieb sie dann bei mir, denn als wir sie zurückbringen wollten wurde sie von ihren Geschwistern leider nicht mehr akzeptiert!

Und somit wurde mein Traum schneller als gedacht wahr!

Doch noch etwas anderes kam schneller als gedacht. Mein Julchen ging am 29. April ihren letzten Weg über die Regenbogenbrücke.... Ich hatte es unbewusst gespürt, dass der Abschied naht auch wenn ich nie wirklich daran denken wollte, durch ihre uneingeschränkte Liebe ermöglichte sie mir auch Lea. Sie gab mir das Ok, denn sie wusste, dass Lea mir gut tun würde.... Julchen ich danke dir für ALLES!

 

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